Ratgeber
Möbel-Shop prüfen: Warnzeichen für Fakeshops
Bei Möbeln geht es oft um hohe Beträge, die Lieferzeit ist lang. Ein unseriöser Shop fällt deshalb manchmal erst auf, wenn das Geld weg ist. Diese Seite fasst die Hinweise der Verbraucherzentrale aus „Abzocke online: Wie erkenne ich Fakeshops im Internet?“ (Stand 11. Juni 2025) und „Bezahlen beim Online-Shopping“ (Stand 27. November 2025) zusammen, abgerufen am 27. Oktober 2026.

Warnzeichen laut Verbraucherzentrale
| Prüfpunkt | Warnzeichen |
|---|---|
| Impressum | fehlt oder ist unvollständig; vollständig sind unter anderem Anschrift, Vertretungsberechtigte, E-Mail und gegebenenfalls Handelsregisternummer |
| Zahlarten | zunächst mehrere angeboten, bei der Bestellung bleibt nur Vorkasse |
| Gütesiegel | erfunden, oder ein bekanntes Siegel ohne Link zum Zertifikat |
| Domain | ungewöhnliche Endungen wie „.de.com“ oder eine Adresse, die nicht zum Angebot passt |
| AGB | fehlen oder wirken maschinell übersetzt |
| Preise | auffällig niedrig, wobei nicht jeder günstige Shop ein Fakeshop ist |
| Bewertungen | fast nur überschwängliches Lob, das von anderen Quellen abweicht |
Die Verbraucherzentrale rät: Ohne kundenfreundliche Zahlweise besser nichts bestellen.
Der Fakeshop-Finder
Die Verbraucherzentralen bieten einen kostenlosen Fakeshop-Finder an. Sie geben die Adresse eines Shops ein und erhalten eine erste Einschätzung. Das Werkzeug prüft die Website auf typische Merkmale und zeigt vorhandene Bewertungen. Es ersetzt laut Verbraucherzentrale nicht die eigene Prüfung, etwa des Impressums.
Zahlart als Schutz
Laut Verbraucherzentrale ist Geld, das per Vorkasse überwiesen wurde, nur schwer zurückzuholen. Beim Kauf auf Rechnung zahlen Sie erst nach Erhalt der Ware. Eine autorisierte SEPA-Lastschrift können Sie laut Verbraucherzentrale innerhalb von acht Wochen zurückbuchen lassen. Einen Vergleich aller Zahlarten finden Sie unter Zahlung und Anzahlung.
Was ein seriöser Shop vor der Bestellung zeigt
Ein Onlineshop muss Ihnen vor der Bestellung bestimmte Informationen geben, etwa zu Lieferbeschränkungen, Zahlarten und Ihrem Widerrufsrecht. Welche das sind und wie der Bestellablauf aussehen muss, erklärt Bestellung im Onlineshop. Ob Sie bei einem Händler, auf einem Marktplatz oder von privat kaufen, macht für Ihre Rechte einen Unterschied, siehe Möbel-Shops im Vergleich.
Wenn es schon passiert ist
Haben Sie bei einem Fakeshop bezahlt, müssen Sie laut Verbraucherzentrale meist schnell reagieren. Ihr Ratgeber „Internet-Betrug: So können Sie versuchen, Ihr Geld zurückzuholen“ (Stand 3. August 2026) unterscheidet nach Zahlart: Bei Kreditkarte können Sie bei Ihrer Bank eine Rückbuchung beantragen, eine Lastschrift lässt sich innerhalb von acht Wochen zurückholen, eine ausgeführte Überweisung dagegen in der Regel nicht.
Häufige Fragen
Ist ein Shop ohne Impressum immer ein Fakeshop?
Nicht zwingend, aber laut Verbraucherzentrale ist ein fehlendes Impressum ein klares Warnsignal.
Wie prüfe ich ein Gütesiegel?
Klicken Sie auf das Siegel. Laut Verbraucherzentrale sollte es zum Zertifikat des Siegelbetreibers führen, fehlt der Link, ist es wahrscheinlich gefälscht.
Hilft der Fakeshop-Finder auch bei neuen Shops?
Er gibt eine erste Einschätzung anhand typischer Merkmale. Laut Verbraucherzentrale bleibt die eigene Prüfung trotzdem nötig.
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