Ratgeber

Gartenmöbel: Materialien vergleichen und richtig pflegen

Gartenmöbel stehen draußen in Sonne, Regen und oft auch Frost. Welches Material passt, hängt davon ab, wie viel Pflege Sie leisten wollen und wo die Möbel im Winter bleiben. Diese Seite gibt einen Überblick. Quellen sind der Umwelttipp „Umweltfreundliche Möbel“ des Umweltbundesamts (UBA, Stand 20.01.2026), FSC Deutschland („Tropenholz im Garten? Ja, aber richtig!“, 20.05.2019) und die Deutsche Gütegemeinschaft Möbel (das-goldene-m.de), abgerufen am 27. Oktober 2026.

Stand Oktober 20262 Min. Lesezeit
Terrasse im Garten mit Loungemöbeln und Kissen

Materialien im Vergleich

Material Stärken Schwächen Pflege
Holz warm, reparierbar arbeitet bei Nässe, vergraut ohne Pflege ölen, lasieren oder lackieren
Aluminium leicht, rostet nicht kann bei Wind verrutschen abwaschen
Stahl, Eisen schwer, standfest rostet an beschädigten Stellen Lackschäden ausbessern
Kunststoff leicht, günstig, stapelbar kann durch Sonnenlicht spröde werden abwaschen
Polyrattan Geflecht-Optik, wetterfest je nach Material Qualität schwer erkennbar abwaschen, Gestell prüfen

Mehr zu Kunststoffgeflecht steht unter Rattan-Gartenmöbel, zur Holzbank unter Gartenbank.

Holz: Herkunft beachten

Das UBA empfiehlt Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft, möglichst aus Deutschland oder Europa. Als Holzsiegel nennt es FSC, PEFC, Naturland und Holz von Hier. Heimische Hölzer wie Eiche, Lärche oder Robinie sind laut UBA Tropenhölzern vorzuziehen, weil kürzere Transportwege die Umwelt entlasten.

FSC Deutschland weist darauf hin, dass Tropenholz wie Teak illegal eingeschlagen sein kann, wenn es nicht zertifiziert ist. Dann sind auch Umwelt- und Sozialstandards nicht gesichert. Wer Tropenholz kauft, sollte laut FSC auf das FSC-Zeichen achten.

Gütezeichen für Außenmöbel

Die Güte- und Prüfbestimmungen RAL-GZ 430 zum Goldenen M bestehen laut Deutscher Gütegemeinschaft Möbel aus elf Teilen, darunter einer für Außenmöbel. Geprüft werden unter anderem Stabilität, Haltbarkeit und Schadstoffe.

Pflege

FSC Deutschland empfiehlt, Holzmöbel regelmäßig mit Öl, Lasur oder Lack zu pflegen. Für Metall und Kunststoff reicht meist Wasser mit mildem Reiniger. Grünbelagsentferner sind laut UBA (Seite „Grünbeläge chemiefrei entfernen“) keine üblichen Reiniger, sondern Biozidprodukte, deren Wirkstoffe teils als umweltgefährlich eingestuft sind. Das UBA rät, Beläge möglichst mechanisch zu entfernen.

Lagerung im Winter

  • Möbel vor dem Einlagern reinigen und trocknen lassen.
  • Holzmöbel laut FSC Deutschland bei guter Luftzirkulation überwintern, damit sich kein Schimmel bildet.
  • Abdeckhauben so wählen, dass Feuchtigkeit entweichen kann.
  • Polster getrennt, trocken und luftig lagern, siehe Lounge-Möbel.

Ob ein Möbel draußen überwintern darf, steht in der Pflegeanleitung des Herstellers.

Häufige Fragen

Welches Holz eignet sich für Gartenmöbel?

Das UBA nennt heimische Hölzer wie Eiche, Lärche oder Robinie als bessere Wahl als Tropenholz. Bei Tropenholz rät FSC Deutschland, auf das FSC-Zeichen zu achten.

Können Gartenmöbel im Winter draußen bleiben?

Das hängt vom Material und von der Herstellerangabe ab. Holzmöbel sollten laut FSC Deutschland luftig überwintern, damit kein Schimmel entsteht.

Womit reinige ich grün gewordene Gartenmöbel?

Mit Bürste, Wasser und mildem Reiniger. Grünbelagsentferner sind laut UBA Biozidprodukte, das UBA rät zu mechanischer Reinigung.

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