Ratgeber
Gartenstühle: Bauart, Belastbarkeit und Kennzeichen
Gartenstühle werden häufig umgestellt, gestapelt, zusammengeklappt und im Winter weggeräumt. Neben Material und Sitzkomfort zählt deshalb, wie sie sich verstauen lassen und wie stabil sie sind. Diese Seite erklärt die Bauarten und die wichtigsten Kennzeichen. Quellen sind das Produktsicherheitsgesetz (ProdSG) auf gesetze-im-internet.de und die Verbraucherzentrale („PET, PE und PVC: Das müssen Sie über Kunststoffe wissen“, Stand 17.11.2025), abgerufen am 27. Oktober 2026.

Bauarten im Vergleich
| Bauart | Vorteil | Zu bedenken |
|---|---|---|
| Stapelstuhl | platzsparend lagern | Kanten reiben beim Stapeln, Stapelhöhe laut Hersteller |
| Klappstuhl | flach verstaubar, für Balkon und Gäste | Klappmechanik und Sicherung prüfen |
| Hochlehner mit Verstellung | Rückenlehne in mehreren Stufen | Mechanik, Auflage oft nötig |
| Sessel mit Armlehnen | bequemer bei langen Abenden | braucht mehr Platz am Tisch |
| Bank statt Stühlen | mehrere Plätze, wenig Teile | weniger flexibel, siehe Gartenbank |
Belastbarkeit
Wie viel ein Stuhl trägt, gibt der Hersteller in der Produktbeschreibung oder Gebrauchsanleitung an. Fehlt die Angabe, fragen Sie nach. Bei Klappstühlen prüfen Sie zusätzlich, ob die Mechanik im aufgeklappten Zustand einrastet oder gesichert ist. Probesitzen hilft: Ein guter Stuhl wackelt nicht und gibt nicht nach, wenn Sie sich anlehnen.
Was das GS-Zeichen bedeutet
GS steht für „geprüfte Sicherheit“. Nach § 20 ProdSG darf ein Produkt das GS-Zeichen nur tragen, wenn eine GS-Stelle es auf Antrag des Herstellers zuerkannt hat. Voraussetzungen sind laut § 20 Abs. 3 ProdSG unter anderem, dass das geprüfte Baumuster die Sicherheitsanforderungen erfüllt, dass eine Inspektion vor Ort die Fertigung bestätigt und dass die laufende Produktion überprüft wird. Die Zuerkennung ist nach § 20 Abs. 5 ProdSG auf höchstens fünf Jahre befristet oder auf ein Fertigungslos beschränkt.
Das GS-Zeichen ist kein Pflichtzeichen. Fehlt es, ist ein Stuhl nicht automatisch unsicher. Trägt ein Stuhl das Zeichen, hat eine GS-Stelle ein Baumuster geprüft und überwacht die Fertigung.
Kunststoffstühle: Material erkennen
Stühle aus Kunststoff sind leicht und günstig. Die Verbraucherzentrale erklärt die Recyclingcodes: 02 steht für Polyethylen hoher Dichte (HD-PE), 04 für Polyethylen niedriger Dichte (LD-PE), 03 für PVC. Weich-PVC wird laut Verbraucherzentrale durch die Zugabe von Weichmachern formbar und elastisch. Ein Recyclingcode ist nicht immer aufgedruckt, dann hilft die Materialangabe des Herstellers. Mehr zu Kunststoffgeflecht steht unter Rattan-Gartenmöbel.
Auflagen und Lagerung
Viele Gartenstühle werden erst mit Auflage bequem. Auflagen bei Regen ins Trockene bringen und luftig lagern. Stühle vor dem Stapeln reinigen und trocknen lassen, damit sich zwischen den Sitzflächen keine Feuchtigkeit hält. Allgemeines zu Materialien und Winterlager finden Sie unter Gartenmöbel.
Häufige Fragen
Ist das GS-Zeichen bei Gartenstühlen Pflicht?
Nein. Nach § 20 ProdSG darf ein Hersteller es nach Prüfung durch eine GS-Stelle verwenden. Es ist ein freiwilliges Zeichen.
Wie viel Gewicht hält ein Gartenstuhl aus?
Das steht in der Herstellerangabe. Eine allgemeine Zahl gibt es nicht, fragen Sie im Zweifel beim Händler nach.
Woran erkenne ich, aus welchem Kunststoff ein Stuhl ist?
Am Recyclingcode, falls vorhanden: 02 und 04 stehen laut Verbraucherzentrale für PE, 03 für PVC. Sonst hilft die Materialangabe des Herstellers.
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